the blues is killing me

das blues viel spass macht wusse ich auch schon vorher. aber eben bin ich wieder mal in die blues-übe falle getappt. solieren mit der rechten hand über B.B. King meisterwerke wie “Stormy Monday” oder “How Blue Can You Get” sind echte zeitlöcher. eineinhalb stunden habe ich gerade damit verbracht, und wäre meine frau nicht nach hause gekommen würde ich wahrscheinlich immer noch spielen…
die linke hand hatte dabei zwar urlaub, aber dafür werde ich sie morgen mal ein wenig mit blues accompainment quälen. in diesem sinne – how blue can my left hand get?

noch ein treter

und wieder einmal habe ich einen für Chapman Stick spieler interessanten bodentreter gefunden.

wir sind nun mal ein kleiner kreis von individualisten, deren instrumente nicht unter dem eingeschränkten frequenzumfang zum beispiel eines basses oder einer gitarre leiden. nein, unsere instrumente könen ganz tiefe, aber auch ganz hohe töne. und unsere instrumente sind auch alle unterschiedlich gestimmt. nicht EADG und wenn wir freaky werden mal alles einen ganzton tiefer. nein, für den stick gibt es einiges an “standardstimmungen”:http://stick.com/instruments/tunings/, aber jeder kocht doch wieder irgendwie sein eigenes süppchen.

und für sowas braucht man dann schon mal ein stimmgerät. nicht ein gitarrenstimmgerät, und auch keins für bass, sondern möglichst ein autochromatisches, das auch im bass bereich ein gutes tracking hat. dummerweise tun es nicht die zwanzig euro stimmgeräte, sondern man muss schon ein wenig mehr anlegen.
aber ich bin fündig und glücklich bei Korg geworden. DT10 heisst das schmuckstück, und ich bin wirklich begeistert. von den tiefsten bass saiten bis in den hohen melodiebereich ein wunderbar sauberes tracking. kein diffuses geflacker, sondern die klare anzeige “stimmt” oder “stimmt nicht”. und schick aussehen tut es obendrein auch noch…!

programmhinweis

am 09.12.2005 wird im “jazzclub um die ecke”:http://www.jazzclub-henkelmann.de/ eine sogenannte open session stattfinden. soll heissen die Real Books dürfen zu hause gelassen werden, die jazz-standards sind von der bühne verbannt und der weg ist frei für rock, pop, funk, und was einem sonst noch so einfällt.
die letzten male war das immer ein sehr nettes ereignis, nicht nur für die musiker. denn wer will nicht sehen wie alte hasen auf echtes jungblut treffen, experimente in die hose gehen oder grandiose momente über die bühne gebracht werden. also vormerken!

warum das ganze so explizit an dieser stelle erwähnt wird? weil ich in der “Undercover Allstars” opening band mitspiele. dort dann allerdings die tasten bedienend. und wenn es passt werde ich zu vorgerückter stunde dann auch den Stick auspacken…

erkenntnis am montag

merke: das fernsehprogramm im deutschen fernsehen montags abends eignet sich hervorragend um skalen und akkorde zu üben. einfach fernseher an, ton leise oder aus, Stick umgeschnallt oder ala Bob Culbertson Stick zwischen die beine, und schon kann man prima den wahnsinn auf der glotze betrachten und dabei ganz in ruhe das blinde spiel von skalen und akkorden üben. und nach fünf minuten macht man den fernseher aus und konzentriert sich nur noch auf das üben…

John Scofield trio in Essen

sie waren zu dritt, und sie waren verdammt überzeugend, die herren vom “John Scofield trio”:http://johnscofield.com/, die ich gestern abend in der “Philharmonie Essen”:http://www.philharmonie-essen.de/ bestaunt habe. ich höre die musik von und mit herrn Scofield schon seit mehr als 20 jahren und habe gestern abend dann das erste mal die gelegenheit gehabt, ihm live auf die finger zu schauen.
und was er da zusammen mit bass veteran “Steve Swallow”:http://www.ejn.it/mus/swallow.htm und “jungtrommler” “Bill Stewart”:http://www.drummerworld.com/drummers/Bill_Stewart.html auf die bühne gezaubert hat war einfach nur überzeugend. die drei herren hatten offensichtlich ordentlich spielspass und brachten nicht nur up-tempo nummern, jazz-standards und balladen hervorragend über die bühne, sondern auch einige Scofield-typische groove nummern. selten habe ich ein so spannendes jazz konzert live erlebt – und das auch noch in der zweiten reihe, also alles zum anfassen nahe! leider war der spass nach 120 minuten und 3 zugaben schon zu ende. ich hätte noch einmal so lange dort sitzen können…
aber jetzt muss ich glaube ich mal wieder ein paar skalen und chord-voicings üben.

Pin It on Pinterest